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Jonas Arndt
(he/they)
Als Künstler*in beschäftigt sich Jonas Arndt vor allem damit, wie wir üben uns einer größer, schneller und komplexer werdenden Gegenwart zu stellen. Dazu versucht Jonas immer wieder eine Sprache für unsere Gefühle - unsere Wut, unsere Überforderung, unsere Enttäuschung, unsere Hoffnung - zu finden und landet dabei häufig im tragisch-komischen. Auf der Suche nach Schichten und Perspektiven begibt Jonas sich gerne an Schnittstellen zwischen verschiedene Künste und Disziplinen, weshalb Jonas sich sehr zur Performance, dem Musik- und Figurentheater hingezogen fühlt. Besondere Aneignung oder Überschreibungen von bekannten und kanonischen Stoffen, sind ein großer Bestandteil Jonas Kunst.
Als Performer*in und Performance-Künstler*in reflektiert Jonas oft sich selbst, Sexualität und androgyne Körper, wie im Kurzfilm „In Their Presence“ und dem Bio-Pic „Jonah wird von einem Wal gefressen und wem ist eigentlich damit geholfen...“.
Als Autor*In bewegen Jonas Arndts Texte sich zwischen Textflächen, Prosa, Lyrik und Dramatik. Der Stil zeichnet sich durch eine der Alltagssprache angelehnte, Stream-of-Consciousness-wirksame Sprache aus . Große Über-Intellektualisierung und Ironisierung seiner Beobachtungen oder der Beobachtungen der Figuren sind in Jonas Arbeit ein wichtiges Mittel.
Vita
Jonas Arndt wurde 1993 in Bamberg geboren. Nach dem Abitur 2013 in Nürnberg, im Hauptfach Gesang, folgte ein Jahr am Institut für Musical und Musiktheater in Berlin um Expertisen im Bereich Tanz, Schauspiel und Musik zu vertiefen. Daraufhin begann Jonas das Studium der Theater- und Medienwissenschaft, sowie der Germanistik an der Friedrich-Alexander-Universität in Erlangen. Neben dem Studium arbeitete Jonas bereits als Regieassistent*in und Hospitant*in an den Theatern Erlangen, Bamberg, Trier und Augsburg, unter anderem mit Katja Ott, Sibylle Broll-Pape und Malte C. Lachmann.
2016 inszenierte Jonas Arndt erstmals in Co-Regie mit Simon Mazouri für das Württembergische Landesmuseum in Stuttgart das Kinderstück „Wenn-Dann“. 2017 produzierte Jonas schließlich, mit der Figurenspielerin Sarah Wissner, das Horror-Puppenspiel „The Dark Trullala“, welches sowohl für den Grünschnabel, wie auch den Fritz-Wortelmann-Preis nominiert war. 2019 entwickelten die beiden das Stück schließlich mit Luz Großmann an den Theatern Chemnitz weiter. 2018 folgte außerdem die Tanz-Masken-Performance „MINOTAURUS“ am Experimentiertheater Erlangen, ein interdisziplinäres Projekt zwischen Tanz, Figurenspiel und Videokunst.
Im Oktober 2019 begann Jonas Arndt das Studium der Regie, an der ADK Ludwigsburg, unter dem Mentorat von Theatermacher*innen wie Ludger Engels, Christoph Nel, Christina Rast, Carolin Hochleichter und Tucké Royal. Hier entstand unter anderem in Kooperation mit der argentinischen Filmemacherin Luz Quevedo und Regie-Kollegin Linda Bockmeyer der Film „roses“. Die Arbeit "Lovers on Ice", in der sich Jonas und Team, anhand von Shakespeare Texten, mit der Performance von romantischer Liebe auseinandergesetzten wurde für das Körber Studio Junge Regie 2022 ausgewählt. 2023 entstand in Ludwigsburg das groß-angelegte Bachelor Projekt "I ♥ Troja", in dem Jonas und Team das seit Jahren leerstehende Nestlé-Areal in Ludwigsburg bespielten und zu einer "szenisch besetzen Zone" erklärten. 2024 schloss Jonas das Regie-Studium mit einer Abhandlung über "die Überschreibung im zeitgenössischen Theater" offiziell ab.
Seitdem ist Jonas vor allem im Raum Stuttgart als freie Künstler*in beschäftigt. Wichtige Projekte schließen das Recherche-Projekt "Imagining Machines In The Garden" ein, welches in Kooperation mit dem Goethe Institut und dem LabLab in Stockholm realisiert wurde. Ende 2024 brachte Jonas erneut gemeinsam mit Sarah Wissner die Duo-Performance "The Pineapple Commitment" in den Landungsbrücken Frankfurt heraus, welches seitdem erfolgreich tourt.
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AUSBILDUNG
2019-2024
Studium der Regie an der Akademie für Darstellende Kunst Baden Württemberg, Ludwigsburg
2014-2018
Studium der Theater- und Medienwissenschaften sowie der Germanistik an der Friedrich-Alexander-Universität Erlangen
Studium der Theater- und Medienwissenschaften sowie der Germanistik an der Friedrich-Alexander-Universität Erlangen
2013-2014
Institut für Musical und Musiktheater Berlin
2013
Abitur am Johannes-Scharrer-Gymnasium Nürnberg (Hauptfach Gesang)
ASSISTENZEN UND HOSPITANZEN
Mai – Juni 2017
„Letzte Nacht“ (Friedensoper von Patrick T. Schäfer), Theater Augsburg/St. Anna Augsburg, Regie: Blanka Rádóczy/ Meike Bouschen
September – Oktober 2015
„Nibelungen“ (Friedrich Hebbel), E.T.A.- Hoffmann, Theater Bamberg, Regie: Sibylle Broll- Pape
Februar – März 2015
„Hermannsschlachtfilet“, Theater Erlangen, Regie: Jutta Körner
November – Dezember 2015
„Rent“, (Musical von Jonathan Larson),
Theater Trier, Regie: Malte C. Lachmann
Februar – April 2015
„Unschuld“ (Dea Loher), Theater Erlangen, Regie: Katja Ott
Dezember 2014 – Februar 2015
„Die Kopien“ (Caryl Churchill), Theater Erlangen, Regie: Katja Blaskiewitz